Autogas-Forschung ganz ohne Subventionen

Erhebliche CO2-Reduzierung bei hoher Alltagstauglichkeit

Labor mit Hebebühne: Hier führt die Forschungsgruppe Automotive Powertrain einen Großteil iher Versuche durch.

Labor mit Hebebühne: Hier führt die Forschungsgruppe Automotive Powertrain einen Großteil iher Versuche durch.

Eine weitere Milliarde Euro öffentlicher Gelder sollen in den nächsten zwei Jahren in die Forschung und Entwicklung zur Elektromobilität fließen. Nur so, so die Überzeugung der Bundesregierung, lasse sich das Ziel von einer Million Elektofahrzeuge bis 2020 realisieren. Ganz ohne Subventionen wird dagegen seit Jahren erfolgreich die Weiterentwicklung von Autogas erforscht. Federführend ist hier das Institut Automotive Powertrain der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (HTW).

Anfang des Jahres ist bereits das dritte Autogas-Projekt mit Hilfe zahlreicher Partner aus der Industrie gestartet worden. Das Bundesumweltministerium und das saarländische Ministerium für Wirtschaft und Wissenschaft fungierten dabei als ideelle Unterstützer. Fördergelder flossen weder beim Projekt-V300plus, noch bei CO2-100minus noch jetzt beim aktuellen Projekt S1000plus.

„Die Zusammenarbeit mit der HTW sehen wir als exzellente Chance“, betont Wolfgang Fritsch-Albert, Vorstandsvorsitzender des Projektpartners Westfalen AG (Münster), „wir profitieren von dem gewonnen Know-how wie auch die Autogas-Branche insgesamt“. Das sieht Dipl.-Ing. Peter Schuler, Geschäftsführer der Sachverständigenorganisation KÜS (Losheim am See) ähnlich: „Die Projekte sind hervorragende Beispiele für eine praxisnahe Grundlagenforschung. Das in der Zusammenarbeit erworbene Wissen können wir unmittelbar in die Aus- und Weiterbildung unserer Prüfingenieure einfließen lassen“.

Gerade in der Startphase mit Benzin ist der Schadstoff- und Kohlendioxid-Ausstoß eines Ottomotors besonders hoch. Den HTW-Forschern ist es gelungen, ganz auf Benzin zu verzichten. Entsprechend konnten die Studenten von Prof. Heinze (M.) den konventionellen Kraftstofftank ausbauen. Foto: Automotive Powertrain

Gerade in der Startphase mit Benzin ist der Schadstoff- und Kohlendioxid-Ausstoß eines Ottomotors besonders hoch. Den HTW-Forschern ist es gelungen, ganz auf Benzin zu verzichten. Entsprechend konnten die Studenten von Prof. Heinze (M.) den konventionellen Kraftstofftank ausbauen. Foto: Automotive Powertrain

Im Fortschrittsbericht 2004 hatte die Bundesregierung einen Bestand von knapp einer Million Autogas-Fahrzeugen im Jahr 2020 prognostiziert. Ganz ohne Forschungsgelder, nur mit einer Mineralölsteuerreduzierung auf LPG. Ende dieses Jahres wird die Branche mit rund 500.000 Flüssiggas-PKW voll im Plan liegen. Dazu beigetragen haben die hohe Betriebssicherheit und die schnelle Amortisation der Umrüstkosten, ein dichtes Tankstellennetz und die Wirtschaftsfinanzierten Forschungen von Automotive Powertrain.

Hier haben die Professoren Dr. Harald Altjohann und Dr. Thomas Heinze mit ihren Wissenschaftlichen Mitarbeitern und Studenten ganz wesentlich zur Bekanntheit und zum Image von Autogas beigetragen. Zunächst stellten sie einen Geschwindigkeits-Weltrekord auf und bewiesen so eindrucksvoll, dass LPG keine Leistungsbremse sein muss. Im Projekt CO2-100minus reduzierten sie den Kohlendioxid-Ausstoß eines Benzinmotors um stolze 21 Prozent. Derzeit wird ein alltagstaugliches Fahrzeug entwickelt, das allein mit LPG eine Reichweite von über 1000 Kilometern ohne Nachtanken erzielt, denn der Benzintank hat bei Automotive Powertrain längst ausgedient.

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